WERKSCHAU KARL KELS

FILMFORUM  Freitag 16.11.2012  19:00 Uhr
Karl Kels wird anwesen sein

Karl Kels, der in der Tradition des Experimentalfilms steht, und bei Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt studierte, folgt dem klassischen Kanon des Filmemachens, ohne je altmodisch zu wirken. Zudem macht er alles selbst – Regie, Kamera und Schnitt. Er braucht weder Casting noch Schauspieler, seine Geschichten schreibt das Leben selbst. Sein Rhythmus ist jener von Tag und Nacht, von der Abfolge der Jahreszeiten. Protagonisten seiner Filme, die er mit einer 16mm bzw. mit einer 35mm Kamera aufnimmt, sind Tiere aus dem Zoo, Passanten, Arbeiter und Pfleger. Kels zeigt uns, dass der bloße Alltag äußerst skurril und künstlerisch ergiebig sein kann, und die kleinen Anekdoten, die das Leben schreibt, in der Einfachheit des Moments zu finden sind.
(Text-Quelle: Kunsthalle Wien)

 

Karl Kels geb. 1960 in Düsseldorf. Studierte 1980–1985 in der Filmklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt/Main. Mitbegründer der „Initiative Experimentalfilm“. Seit 1996 lehrt er an der Johann-Wolfgang-Goethe- Universität in Frankfurt.


Käfig
Nashörner
Stare
Prince Hotel
Flusspferde

Nashörner
16mm, 1987, 8’43 min.

Stare
16mm, 1991, 5’45 min.

Prince Hotel
16mm, 1987/2003,
7’50 min.

Flusspferde
35mm, 1993, 35 min.

Käfig
35mm, 2009, 14 min.